Die Planung und Leitung lag in den Händen vom Reinickendorfer Ausbildungsbeauftragten Stephan Bosek sowie vom Dessauer Ortsbeauftragten Matthias Weber und Reinickendorfer Zugführer Sven Wessoly.
"Nach anhaltend starker Trockenheit kam es im Raum Roßlau zu Waldbränden. Durch beißenden Rauch wurde die Bevölkerung gefährdet, sodass betroffene Personen evakuiert werden mussten", hieß es zur angenommen Lage. Ver- und Entsorgungsleitungen seien unterbrochen. Ein Katastrophen-Szenario mit vielseitigen Möglichkeiten zum Test der Einsatzbereitschaft. Dazu gehörten beispielsweise Bau und Betrieb von Wasserförderstrecken, Einrichten und Unterhalt einer Behelfsunterkunft für rund 100 Personen, Anlegen behelfsmäßiger Wege und Ausleuchten von Schadensstellen.
Spektakuläre Höhepunkte der dreitägigen THW-Übung einschließlich Übernachtung der Helfer im Zeltquartier waren diverse Sprengungen, Übersetzen von Personen mittels einer Elbe-Fähre aus Pontons, ein über 35 Meter langer Fußgängersteg sowie Orten verschütteter Personen mit hochfrequenten elektromagnetischen Wellen. Auch einen überraschenden Nachteinsatz hatte die Übungsleitung für die Beteiligten vorgesehen.
"Schon vor längerer Zeit hatte das Berliner THW ein größeres Übungsgelände gesucht und war auf das von der Bundeswehr zur Verfügung gestellte Areal gestoßen", beschrieb der Dessauer Ortsbeauftragte (OB) Matthias Weber den Beginn der Kooperation. "Der West-Ost- wie Ost-West-Transfer von Know-how im Katastrophenschutz ist für alle Beteiligten ein Gewinn", ergänzte der Reinickendorfer OB Harald Klein.
02.10.2003 - 05.10.2003